13. Dezember

Tag des Lichtes in der Dunkelheit

 

Bedeutung des Tages

Im alten julianischen Kalender fiel die Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres – auf genau diesen Tag. Damit galt der 13. Dezember als:

  • tiefste Dunkelheit des Winters

  • Moment der Wiedergeburt des Lichtes

  • Beginn eines neuen Sonnenzyklus

Dieser Tag war eine Schwelle, durch die die Welt schreitet — von völliger Dunkelheit in die erste Ahnung von Helligkeit.

Es entstanden drei Traditionslinien:

1. Tag des Lichtes in der Dunkelheit

In Skandinavien feierte man Lucia, die Lichtbringerin: ein junges Mädchen mit Kerzen auf dem Kopf, das symbolisch die Finsternis durchdrang.
Ihr Zeichen: „Ein Licht geht in der tiefsten Nacht auf.“

2. Schutz- und Segensrituale

In Mitteleuropa entzündete man Lichter, um Häuser, Tiere, Ställe zu reinigen und zu schützen. Licht wurde nicht nur gesehen — es wurde gespürt.

3. Der Tag der inneren Schwelle

Dieser Tag wurde als Tor erlebt: Ein Übergang, an dem die Seele aus dem tiefsten Ruhepunkt aufwacht. Noch ohne Form. Noch im Unsichtbaren. – Aber lebendig.

Stelle dir drei Fragen

  • Was hast du gerade erlebt?
  • Was hat das mit dir gemacht?
  • Was machst du damit?