17. Dezember

Tag der inneren Tragfähigkeit

Bedeutung des Tages

Der 17. Dezember galt in alten europäischen Wintertraditionen als Tag der inneren Vorbereitung. Nach dem Hüten, Ausrichten und inneren Standfinden begann eine Phase des leisen Bereitwerdens.

Es war kein Tag der Entscheidung und kein Tag des Handelns, sondern ein Tag der Sammlung.

 

In bäuerlichen und vorchristlichen Gemeinschaften war dies ein Tag ohne äußeres Ritual. Und gerade darin lag seine Bedeutung. Es war ein Schwellen-Nachklang:
Die inneren Entscheidungen der Vortage (14.–16. Dezember) galten nun als getroffen. Jetzt durfte nichts mehr aufgewühlt werden. Man sagte sinngemäß:

Was jetzt noch schwankt, wird den Winter nicht tragen. – Was still bleibt, hat Bestand.

Der 17. Dezember war daher ein Tag, an dem nicht neu begonnen wurde, an dem keine großen Worte gemacht wurden an dem man sich auf das Verlässliche stützte

Feuer wurde nicht neu entfacht, sondern gleichmäßig gehütet. Arbeit wurde auf das Notwendige reduziert. Gemeinschaft war leise, selbstverständlich, nicht erklärend.

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