20. Dezember

Tag der ersten inneren Öffnung

Bedeutung des Tages

In alten europäischen Winter- und Jahreskreis­traditionen galt der 20. Dezember als Tag der ersten inneren Öffnung nach der Prüfung. Die Wintersonnenwende stand unmittelbar bevor. Die tiefste Dunkelheit war fast erreicht – doch man wusste: Das Schlimmste ist durchschritten. Dieser Tag war kein Neubeginn. Aber er war auch kein Prüftag mehr.

Man glaubte:

  • Was wahr geblieben ist, darf nun atmen.

  • Was die Wahrheit überstanden hat, ist tragfähig.

  • Das Licht kommt nicht plötzlich – es tastet sich heran.

Daher war der 20. Dezember ein Tag:

  • des vorsichtigen Öffnens von Räumen

  • des leisen Wiederaufnehmens von Kontakt

  • des sanften Zurückkehrens ins Leben

Nicht aus Freude. Sondern aus Erleichterung.

Heute wirkt der 20. Dezember wie ein inneres Durchatmen.

Stelle dir drei Fragen

  • Was hast du gerade erlebt?
  • Was hat das mit dir gemacht?
  • Was machst du damit?