24. Dezember

Tag des inneren Hütens

Bedeutung des Tages

Der 24. Dezember ist der Moment, in dem das Neue bereits da ist, aber noch im Verborgenen ruht. Er erinnert uns daran, dass nicht alles, was geboren wurde, sofort sichtbar sein muss. Manches will gehalten werden, bis es von selbst bereit ist, ins Licht zu treten.

Nach der Wintersonnenwende ging es nicht um Feiern, sondern um das Hüten und Bewahren dessen, was neu entstanden war. Man glaubte, dass in dieser Nacht die Grenze zwischen den Welten besonders durchlässig sei und alles Störende das junge Licht gefährden könne. Deshalb prägten Stille, Rückzug, Schutz und achtsames Wachen diesen Tag – getragen von der Verantwortung, das Neue unversehrt zu halten.

Auch heute erinnert uns der 24. Dezember daran, dass innere Wandlungsprozesse Zeit und Schutz brauchen, bevor sie sichtbar werden. In einer Welt der schnellen Offenlegung lädt dieser Tag dazu ein, das Wesentliche still zu halten, statt es sofort zu benennen.

Stelle dir drei Fragen

  • Was hast du gerade erlebt?
  • Was hat das mit dir gemacht?
  • Was machst du damit?